
Der Wave-Glider sammelte diesen November zwei Wochen lang Daten von Sensoren, die auf dem Meeresboden vor der mexikanischen Küste ausgebracht wurden. Die Sensoren sind Teil eines sechs Millionen Dollar teuren Netzwerks, das rund 70 neue Seismometer und GPS-Stationen an Land und auf dem Meeresboden umfasst. Es wurde von Japan und Mexiko gemeinsam finanziert. Die gesammelten seismischen Daten sollen Auskunft geben, ob eines Tages ein großes Erdbeben auf dem Meeresboden droht.
Vor allem der Küstenbereich um die sogenannte Guerrero-Lücke ist für Wissenschaftler interessant. In diesem seismischen “Gap” herrscht entlang eines 130 Kilometer langen Küstenstreifens seit über 100 Jahren Ruhe, während es in der Nachbarschaft häufig bebt. Seismologen befürchten, dass sich durch den angestauten Druck ein starkes Erdbeben aufbauen könnte.
Die Surftour mit dem Glider soll nächstes Jahr wiederholt werden. Dann soll die Auswertung der Daten zeigen, ob dort langsame Verschiebungen im Meeresboden stattfinden, was dafür sprechen würde, dass sich Energie aufbaut. Anderenfalls könnten die Bewohner von Mexiko aufatmen – vorerst.
Foto: Liquid Robotics, A Boeing Company




