Die Hörsäle und Seminarräume an deutschen Universitäten und Hochschulen sind überfüllt. Im Wintersemester 2010/2011 gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2 218 000 Studierende, das sind 4,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Und in diesem Wintersemester dürfte die Zahl noch höher liegen, auch wenn die Wiesbadener Behörde bislang keine offiziellen Zahlen ermittelt hat. Dieser Boom liegt nicht nur an dem doppelten Abiturjahrgang, der wegen der verkürzten Gymnasialzeit („G8″) an die Unis strömt – er hat auch einen ganz handfesten Hintergrund: die Angst, keinen Job zu finden.
Zahlen der Bundesagentur für Arbeit belegen einen eindeutigen Trend zur Höherqualifizierung. In den vergangenen zehn Jahren stieg der Anteil der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Akademiker in Deutschland um 25 Prozent auf 2,94 Millionen. Inzwischen hat sich bei den jungen Menschen herumgesprochen, dass die Chance auf einen Arbeitsplatz mit abgeschlossenem Studium sehr hoch ist. Das zeigt ein Blick in die Statistik: Nur 2,5 Prozent aller Hochschulabsolventen sind arbeitslos.





