Wer als Baby lange Zeit Milch an der Mutterbrust genuckelt hat, besitzt gute Chancen, ein Cleverle zu werden (siehe Titelgeschichte in diesem Heft „IQ – das Maß aller Dinge”). Das bestätigt eine neue Studie an über 3000 Dänen unter der Leitung von Erik Lykke Mortensen und Kim Fleischer Michaelsen. Die Wissenschaftler untersuchten Frauen und Männer, die zwischen 1959 und 1961 in Kopenhagen geboren wurden. Intelligenztests ergaben, dass die Probanden, die zwischen sieben und neun Monaten gestillt wurden, einen durchschnittlichen Intelligenzquotienten von 106 besaßen. Der IQ von Testpersonen, die nur einen Monat die Mutterbrust bekamen, betrug dagegen im Mittel nur 99,4. Dabei unterschieden sich die Probanden vor allem in der verbalen Ausdrucksform. Der durchschnittliche IQ der Weltbevölkerung liegt bei 100. Ein Viertel aller Menschen besitzt einen IQ von über 110.
Hans Groth




