ist Vorsitzender der Geschäftsführung und geschäftsführender Gesellschafter der FEV Motorentechnik GmbH in Aachen. Gegründet wurde die FEV als Spin-Off des Lehrstuhls für Angewandte Thermodynamik der RWTH Aachen, den Franz Pischinger – der Vater – innehatte. Was 1978 in einer kleinen Wohnung in der Aachener Innenstadt als Vier-Mann-Betrieb und unter argwöhnischen Blicken der Universitätsspitze („Dieser Professor gründet einen Privatbetrieb!”) begann, ist heute einer der besten unabhängigen Motorenentwickler. Stefan Pischinger verkörpert das, was viele Väter gerne hätten: einen Sohn, der erfolgreich ist – und das im eigenen Betrieb. Damit nicht genug: Seit November 1997 ist der Junior (Jahrgang 1961) Direktor des Instituts für Thermodynamik der RWTH und Inhaber des Lehrstuhls für Verbrennungskraftmaschinen – jenes Lehrstuhls also, auf dem schon der Vater erfolgreich war. Auch wenn solche Erbfolgen oft Naserümpfen auslösen – im Falle der Pischingers ist das unangebracht. Sohn Stefan qualifizierte sich als Wissenschaftlicher Assistent am weltberühmten MIT in den USA und war von 1989 bis 1997 Motorkonstrukteur bei Daimler-Benz – zuletzt als Abteilungsleiter Dieselmotoren.
Die FEV Motorentechnik GmbH wächst in Windeseile: 1988 hatte das Unternehmen gut 300 Beschäftigte, 2005 waren es 1300. Inzwischen sind es 1700, von denen viele einen hochqualifizierten akademischen Abschluss haben. Nahezu jeder wichtige Automobilhersteller vertraut auf den mittelständischen Hightech-Betrieb. Ob Diesel, Erdgas-Fahrzeuge, Hybridautos, Brennstoffzellentechnik oder Benziner: FEV ist stets Ansprechpartner. Zweigwerke stehen beispielsweise in München, Rüsselsheim, Stuttgart, Wolfsburg, im schwedischen Gothenburg, italienischen Rivoli, französischen Nanterre, in Auburn Hills (USA), Jakarta, New Delhi, Tokio und Dalian (China).




