Bei einer rheumatischen Arthritis greift das eigene Immunsystem den Körper an. Dabei werden vor allem die Gelenke attackiert, was schmerzhafte Entzündungen und Rheumaknoten zur Folge hat. Wissenschaftler der Universität Würzburg um Hans-Peter Tony haben jetzt eine neue Methode entwickelt, mit der Rheuma wirksam behandelt werden kann. Bei der so genannten B-Zell-Depletion bekommen die Patienten Infusionen mit anti-CD20-Antikörpern, die fast alle B-Zellen des Immunsystems zerstören. Nach sechs bis acht Wochen tritt eine deutliche Linderung ein, die Entzündungen gehen zurück, und die Schmerzen lassen nach. „Die Methode schlägt bei 60 bis 70 Prozent aller Patienten an”, meint Tony. Außerdem sei sie gut verträglich und wirke bis zu neun Monate lang. Danach müssen neue Infusionen gesetzt werden. Einige Kranke haben die Mediziner schon dreimal hintereinander erfolgreich behandelt. Zwar gibt es auch andere Möglichkeiten, Rheuma zu therapieren, dabei müssen im Gegensatz zur B-Zell-Depletion jedoch ständig Medikamente eingenommen werden.




