Vom 15. bis 22. Juni waren 18 Leserinnen und Leser mit bild der wissenschaft auf einer Studienreise durch Andalusien unterwegs. Neben kulturellen Highlights wie der Alhambra in Granada und den Weltkulturerbe-Städten Ubeda und Baeza standen vier außergewöhnliche wissenschaftliche Institutionen auf dem Programm.
Anschließend fuhr die Gruppe zur Plataforma Solar de Almeria, dem europäischen Zentrum zur Erforschung der solarthermischen Energienutzung. Auf dem über 100 Hektar großen Gelände sind mehr als 20.000 Quadratmeter Spiegelfläche installiert. Rund 300 Spiegel konzentrieren Sonnenlicht auf einen Turm-Receiver, wo sich bei Temperaturen bis nahezu 1000 Grad neue Techniken testen lassen.
Das astronomische Programm führte die Teilnehmer zunächst zum 30-m-Radioteleskop auf dem 2800 m hohen Pico Veleta in der Sierra Nevada. Mit diesem Instrument lässt sich das Universum bei Wellenlängen bis herab zu 1,3 mm beobachten. Zu Weltruhm gelangte es 2019, als zum ersten Mal die Aufnahme eines Schwarzen Lochs veröffentlicht wurde. Möglich geworden war diese Aufnahme durch das Zusammenschalten von mehreren Radioteleskopen weltweit zum sogenannten Event Horizon Telescope. Zu dessen Gelingen hatte das IRAM-30m-Radioteleskop beigetragen. Vor einem Jahr folgte dann die Aufnahme des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße.
Die letzte astronomische Station befindet sich auf dem 2100 m hohen Calar Alto. Dort wurde das 3,5m-Teleskop ausgiebig besichtigt, das größte Teleskop auf dem europäischen Kontinent. Mit ihm sowie zwei weiteren Spiegelteleskopen beobachten Astronomen seit rund 40 Jahren das Universum. Ein Schwerpunkt bildet heute die Entdeckung und Untersuchung von extrasolaren Planeten.
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