Behäbig ratternd schiebt der Drucker das Farbfoto im DIN A4-Format aus dem Ausgabefach. Das Resultat, das man nach knapp vier Minuten in den Händen hält, überzeugt: leuchtende Farben, scharfe Konturen. Außer der Speicherkarte mit den Aufnahmen, Fotopapier und Tinte wird zum Drucken mit dem Epson Stylus Photo 895 nichts benötigt. Denn der läßt sich auch ohne den sonst üblichen Umweg über den PC – und damit überall, wo sich eine Steckdose finden läßt – als digitales Fotolabor nutzen. Einfach den Stecker rein, einschalten, die Flash-Karte in den Schlitz schieben, und es kann losgehen. Per Adapter akzeptiert der Drucker alle gängigen Speicherkarten.
Eine weitere Besonderheit des 599 Mark teuren Druckers ist die Print Image Matching-Technologie. Mit ihr kann er bis zu 20 beim Fotografieren von der Kamera vorgegebene Einstellungen wie Helligkeit, Kontrast, Schärfe und Farbbalance erkennen und umsetzen. Man braucht nur an der Kamera zum Beispiel das Format Portrait oder Landschaft zu wählen. Die Speicherkarte merkt sich die Einstellungen und gibt sie mit den Bilddaten an den Drucker weiter. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Farben wirken echt, und selbst Aufnahmen bei schummrigem Licht bringt der Printer in guter Qualität aufs Papier – ohne Nachbearbeitung am Rechner.
Bei der Bildgröße kann man zwischen zahlreichen Formaten wählen. Spannt man eine Papierrolle ein, lassen sich Bilderserien oder Panoramafotos drucken. Ein Minuspunkt: Manche Optionen im Menü sind etwas unklar – und eine Bedienungsanleitung für das Testgerät fehlte. Nützlich wäre auch ein Display gewesen, um die Bilder betrachten und auswählen zu können. Trotzdem: Wer vor allem Wert darauf legt, seine Schnappschüsse überall und sofort aufs Papier bannen zu können, hat am Epson 895 sicher seine Freude.
Die richtige Kamera Wer die Vorteile der Print Image Matching-Technologie nutzen möchte, braucht außer einem damit ausgestatteten Epson-Drucker auch eine Kamera, die diese Funktion beherrscht. Geeignete Digitalkameras gibt es von Konica, Casio, Kyocera, Minolta, Sony, Olympus, Ricoh und Toshiba.
Cynthia Mouchbahani




