Wie haben Sie die Luchsfamilie vor die Kamera bekommen?
Ein Nachbar erzählte mir, dass er am Wegrand im Wald ein totes Reh und eine Luchsfamilie gesehen hätte. Da habe ich sofort meine Kamera eingepackt und bin mit dem Fahrrad hingefahren. Ich fand das Reh, und etwa 20 Meter vom Weg entfernt im Wald lagen die Luchse im Moos.
War Ihnen bewusst, wie selten die Tiere in der Wildnis zu sehen sind?
Vermutet habe ich es schon. Aber wie außergewöhnlich so eine Sichtung tatsächlich ist, wurde mir erst klar, als Medien und Tierschützer großes Interesse zeigten.
Wie verlief das Treffen mit den Luchsen?
Ich pirschte mich hinter Bäumen bis auf etwa sieben Meter an die Tiere heran. Sie waren sehr aufmerksam, beobachteten mich und liefen ein bisschen umher. Bei jedem Geräusch zuckten ihre Ohren. Ich war 45 Minuten lang bei ihnen. Am Schluss kamen sie mir sogar näher.
Haben Sie oder die Tiere Angst gespürt?
Sie zeigten keinerlei Aggressionen. Ich bin aber schon mit Respekt an sie herangegangen, gerade weil die Mutter Junge hatte und Beute in der Nähe lag.




