Sex treibt seltsame Blüten – bei Pflanzen im wahrsten Wortsinn. Bei Tieren führt er zu sonderbaren Körperformen – Geweihen, prächtigen Vogelschwänzen, roten Bäuchen – und bizarrem Balzverhalten. Doch wozu der ganze Aufwand? Schon Charles Darwin hat sich das gefragt, denn zur Fortpflanzung ist Sex nicht nötig. Vermehrung geht auch per Jungfernzeugung – und sogar schneller. Eine überzeugende Antwort der Evolutionsbiologen liegt erst seit diesem Sommer vor. Sie ist ziemlich unromantisch, hat mit Krankheitserregern zu tun und wird in der nächsten bdw-Ausgabe ausführlich behandelt. Auch der menschliche Sex gibt Rätsel auf: Warum können wir biologisch eigentlich immer? Warum wollen wir psychisch manchmal nicht? Und was ist los mit Menschen, die keinerlei sexuelle Gefühle haben?
EINE KOLONIE DER KÖNIGIN VON SABA?
Aus der Bibel ist die weise „Königin von Saba” bekannt. Ob es sie wirklich gab, ist ungewiss. Sicher ist, dass vor 3000 Jahren im heutigen Jemen das Königreich Saba lag. Zu ihrer Überraschung entdeckten Archäologen nun in Äthiopien, jenseits des Roten Meeres, eine Kultur, die der sabäischen verblüffend ähnelt – in Architektur, Königstiteln und Götterwelt.
PROBLEMKINDER MIT POTENZIAL
Einmal Rabauke – immer Rabauke? Von wegen. In einer förderlichen Umgebung können schwierige Kinder aufblühen und sogar viel weniger Probleme haben als die Mehrzahl ihrer Altersgenossen. Forscher sind überzeugt, Gene identifiziert zu haben, die deren Träger grundsätzlich sensibler für Umweltreize machen – und das im Schlechten wie im Guten.
SCHWUNGVOLL ZU NEUEN SPEICHERN
Beim „Zwischenlagern” von elektrischem Strom aus regenerativen Energiequellen hat sich eine Menge bewegt. Vor allem die Nutzung von Erdgas als vielseitigem Speichermedium kommt rasch voran. Selbst die Pumpspeichertechnik, die in Deutschland als weitgehend ausgereizt galt, hat neuen Schwung bekommen (Bild: Pumpspeicherkraftwerk Wendefurth im Ostharz).
HIMMLISCHE BEZIEHUNGSKISTEN
Die Erde ging schon immer Verbindungen mit anderen Himmelskörpern ein. Manche dieser flüchtigen Affären endeten mit einem heftigen Knall, wie einst beim Mond. Andere Flirts dauern an. So haben Astronomen mehrere kleine Quasi-Monde der Erde entdeckt – und jüngst einen Felsbrocken, der auf derselben Bahn wie unser Planet um die Sonne kreist, ihm aber stets scheu und uneinholbar davonläuft.




