Organische Leuchtdioden (OLEDs) haben viele Vorteile: Die selbstleuchtenden Kunststoff-Dioden sind biegsam und lassen sich dünn und preisgünstig herstellen. Sie eignen sich daher ideal für Displays. Allerdings: Wegen ihrer kurzen Lebensdauer und großen Empfindlichkeit taugten OLED-Bildschirme bislang nicht für die Massenproduktion. Sony wagt nun diesen Schritt und bringt den ersten Fernseher mit einem Bildschirm aus organischen Leuchtdioden auf den Markt. Der „XEL-1″ hat ein Display mit elf Zoll Durchmesser, das nur drei Millimeter dünn ist. Die OLEDs darin sind einzeln ansteuerbar und reagieren in einer Mikrosekunde auf Bildwechsel – 1000 Mal so schnell wie der Monitor eines LCD-Flachbildfernsehers. Mit 960 mal 540 Bildpunkten bieten sie ein sehr hohes Kontrastverhältnis. Da der Bildschirm ohne Hintergrundbeleuchtung auskommt, lassen sich schwarze Flächen erzeugen, indem einzelne OLEDs einfach ausgeschaltet werden – auch das ein Vorteil gegenüber einem LCD-Gerät. Preis: rund 3500 Euro.




