Selbstsichere Jugendliche verhalten sich im Straßenverkehr umsichtiger und verursachen weniger Unfälle als ihre komplexbeladenen Kumpel. Dies gilt vor allem für junge Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Bielefelder Jugendforschers Jürgen Raithel. Dagegen neigen unsichere Jugendliche dazu, sich im Verkehr sehr risikoreich zu verhalten. Überforderung im Alltag und mangelnde Lebensperspektiven werden laut Raithel mit waghalsigen Fahrmanövern kompensiert. Die meisten Jugendlichen sterben bei Unfällen im Straßenverkehr, besonders häufig verunglücken männliche Auto- und Motorradfahrer. Die Studie konnte zudem ein gängiges Vorurteil widerlegen: Wenn junge Leute in Gruppen Motorrad fahren, ist das um einiges sicherer als wenn sie eine Spritztour alleine unternehmen. Sie werden dann nicht leichtsinniger, sondern verhalten sich viel aufmerksamer und werden dadurch von anderen Verkehrsteilnehmern auch besser gesehen.
Rüdiger Vaas





