Bauarbeiter könnten es durch einen neuartigen Roboter in Zukunft erheblich leichter haben. Er ist, im Gegensatz zu bereits in Japan eingesetzten Baurobotern, auf den Innenausbau spezialisiert. Entwickelt wurde der Prototyp von einem bayerischen Konsortium aus Forschungsinstituten und Unternehmen, unter anderem von der Technischen Universität München und der Universität Erlangen-Nürnberg. Der Roboter hat rund eine halbe Million Mark gekostet und ist sein Geld allemal wert. Der mechanische Tausendsassa kann selbst fahren und im Rohbau ganze Wände, Decken und Bodenelemente an den gewünschten Ort transportieren. Außerdem soll der Roboter den Arbeitern das ungeliebte und beschwerliche Überkopf-Bohren abnehmen. Das Montagepersonal kann derweil eine ruhige Kugel schieben: Es muss lediglich die Arbeit überwachen und die Versorgungsleitungen verbinden. Mit dem Roboter könnten Rohbauzeit und Kosten um 30 Prozent gesenkt werden.
Hans Groth




