In den Feinkornrückständen von Bodenwaschanlagen sind auch nach einer thermischen Behandlung Schwermetalle wie Zink, Cadmium, Quecksilber oder Blei enthalten. Während Benzin, Dieselöl und organische halogenfreie Stoffe bis zu 100 Prozent entfernt werden können, reichern sich die Schwermetalle sogar noch an, wie Dr. Thomas Wardenbach vom Geologischen Institut der Universität Köln herausfand. Bei der Bodenwäsche wird zunächst das Feinkorn vom „sauberen” Grobkorn getrennt, das später im Straßenbau oder in der Baustoffindustrie wiederverwertet wird. Feinkorn muß thermisch oder biologisch weiterbehandelt werden. Dabei werden zwar die organischen Schadstoffe zerstört, aber Schwermetalle verstärkt freigesetzt. So belasteter Boden kommt für die Wiederverwertung nicht in Frage. Er darf nicht einmal mehr auf Deponien gelagert werden, wenn 2005 die Technische Anleitung TA Siedlungsabfall volle Gültigkeit erlangt.
Rüdiger Vaas




