Sie sind die kleinsten Wale der Welt. Im Gegensatz zu Delfinen haben sie keinen ausgeprägten Schnabel. Sechs Schweinswal-Arten gibt es auf der Welt. Die meisten wiegen zwischen 45 und 115 Kilogramm. Der Weißflankenschweinswal des Nordpazifiks wird allerdings bis zu 200 Kilogramm schwer. Er ist der einzige Hochseebewohner dieser Tiergruppe, alle anderen Schweinswale kommen vor allem in Küstenregionen vor und wandern sogar Flüsse hinauf. Da sich ihre Lebensräume mit denen des Menschen überschneiden, sind sie durch Netze und Umweltverschmutzung stark bedroht.
Fast ausgestorben ist der kleinste aller Schweinswale, der Kalifornische Schweinswal oder „Vaquita” aus dem nördlichen Golf von Kalifornien. 1958 wurde diese Art erstmals von Forschern entdeckt. 1997 zählte man noch 567 Tiere, 2007 nur noch 150. Jährlich sterben 20 bis 40 Vaquitas in Fischfangnetzen.
Die natürlichen Feinde der kleinen Wale sind große Haie, aber auch ihre Verwandten aus der Großfamilie der Wale: Orcas (Schwertwale) fressen selbst erwachsene Schweinswale. Aber auch Große Tümmler – zu denen der Fernsehdelfin Flipper gehört – töten Schweinswale. Warum, weiß man nicht, denn die Großen Tümmler fressen ihre Opfer nicht. Manche Forscher vermuten, dass es darum gehen könnte, einen Nahrungskonkurrenten zu beseitigen – ähnlich wie bei Löwen, die Leoparden töten. Möglicherweise handelt es sich bei den „Tätern” auch um „Jugendbanden” von Tümmlern, die „ zum Spaß töten”, vermuten manche Forscher.




