Tablet-PCs gibt es bereits seit mehreren Jahren. Die Besonderheit dieser speziellen Notebooks ist ein Eingabefeld, über das man Notizen handschriftlich in Dokumente einfügen kann. Dank „Bamboo” vom japanischen Hersteller Wacom haben jetzt alle Computer-Besitzer die Möglichkeit, diese Funktion zu nutzen. Bamboo besteht aus einem Stift samt Halterung und einer rechteckigen, 15 mal 9 Zentimeter großen Unterlage. Sie ähnelt einem Mousepad, ist aber mit rund einem Zentimeter deutlich dicker.
Zur schnellen Navigation besitzt das Tablett vier programmierbare Sondertasten, die dank einer hellen blauen Beleuchtung auch im Dunkeln gut lesbar sind. Ein Touch-Ring dient zum bequemen Zoomen und Scrollen durch Internet-Seiten oder in Dokumenten. Das blaue Licht und das schlichte Design machen das Eingabeinstrument zu einem Hingucker. Allerdings sieht man auf der spiegelnden Oberfläche leicht Fingerabdrücke, Staub und Kratzer.
Die Software lässt sich angenehm schnell und benutzerfreundlich installieren, sodass man gleich loslegen kann. Die Handha-bung des Stiftes ist zu Beginn allerdings gewöhnungsbedürftig: Hält man ihn weiter als fünf Millimeter von der Unterlage entfernt, reagiert er nur zögerlich oder gar nicht mehr. Zudem bewegt sich der Zeiger, der den Stift auf dem Bildschirm repräsentiert, immer mit, und man kann ihn nicht wie bei einer Maus kurz absetzen oder nachziehen. Ganze Arbeit leistet dagegen die Handschrifterkennung. Sogar schlampig geschriebene Wörter wurden beim Testen einwandfrei erkannt.
Zeichnen und Bilder bearbeiten kann man mit Bamboo auch. Durch die 152 Druckstufen, die das Eingabesystem erkennt, lassen sich Zeichnungen anfertigen, bei denen man – wie beim Malen auf Papier – umso dickere Linien erhält, je fester man auf die Unterlage drückt. Rote Augen auf digitalen Fotografien lassen sich mit dem Stift im Handumdrehen präzise und punktgenau entfernen. Sehr praktisch ist die Radiergummi-Funktion: Dreht man den Stift um, löscht er Textstellen statt zu schreiben. Fehler kann man so einfach ausmerzen. Preis: rund 100 Euro. Stefanie Ahmann




