Neue Studien zeigen, dass die Wissenschaft die Bedeutung der Vorfreude bisher gründlich unterschätzt hat. Steckt dahinter ein System, Herr von Hirschhausen?
Psychologen haben lange nach der Maxime geforscht: Der Volksmund soll doch bitte die Klappe halten, wenn gebildete Menschen sich unterhalten. Dabei entgingen der Forschung so alltägliche und grundlegende Phänomene wie Lachen, Glück und Vorfreude.
Wie kann sich Vorfreude besonders nachhaltig entfalten?
Aus der Glücksforschung kennt man den anhaltenden Effekt von gemeinsamen Erlebnissen. Deshalb schenkt man auch gern Eintrittskarten für ein Konzert oder Kabarett. Es ist vorher schön, währenddessen und danach. Und man hat paradoxerweise viel länger etwas davon, als wenn man etwas „Haltbares” bekommt.
Vorfreude ist besonders prickelnd, wenn die Details der Wunscherfüllung ungewiss sind. Was verrät das über die menschliche Natur?
Von wegen „Verbraucher wollen Transparenz”: Gerade bei der Vorfreude und bei Geschenken wünschen wir uns größtmögliche Intransparenz! Und wehe, man ahnt trotz Verpackung, was drin ist. Als Kinder haben wir Geschenkpäckchen immer geschüttelt, um zu raten: Lego oder Playmobil?
Kennen Sie einen Trick, mit dem sich die Vorfreude verlängern lässt?
Was ist mit dem ewigen Klassiker, schöne Unterwäsche zu verschenken? Mehr Vorfreude lässt sich doch nicht erzeugen: Etwas Besonderes kaufen, es dann einpacken, damit es jemand Besonderes auspackt, um sich darin wieder einzupacken – um letztlich wieder ausgepackt zu werden!





