
Nur einige Springspinnen können das. Dazu gehören neben Habronattus auch Maratus aus Australien, die beide nicht viel größer als ein Marienkäfer sind. Wie Biologe Morehouse herausfand, haben die beiden Spinnenarten unterschiedliche Mechanismen entwickelt, Farben zu erkennen. Die Habronattus-Spinnen besitzen einen Rotfilter auf ihrer Netzhaut, der in Verbindung mit den auf grün spezialisierten Netzhautzellen Farben im roten, orangen und gelben Wellenbereich sichtbar macht. Maratus hingegen hat eigene Netzhautzellen fürs Rotsehen entwickelt.
Das Farbsehen erklärt auch, warum die Männchen dieser Spinnen bunt behaart sind – zumindest die Männchen. Die nutzen ihre Prachtmähne, um bei ihren Balztänzen Weibchen anzulocken. Die farbigen Partien tragen die Achtbeiner allerdings nur an der Unterseite des Körpers. So erkennen etwa Vögel, die auf Futtersuche sind, von oben nur etwas mattes Braunes. Die Spinnen sind somit gut vor Fressfeinden getarnt.
Foto: Thomas Shahan




