Rund 90 Prozent unseres Lebens verbringen wir in Innenräumen. Dennoch gibt es erstaunlicherweise kaum wissenschaftliche Studien darüber, welche ästhetischen Prinzipien bei der Beurteilung dieser Räume, in denen wir leben und arbeiten, eine Rolle spielen. Ein internationales Forscherteam um Oshin Vartanian von der kanadischen University of Toronto bringt jetzt etwas Licht ins Dunkel: Laut der Studie finden viele Menschen runde Räume grundsätzlich schöner als eckige.
Die Wissenschaftler zeigten ihren Probanden Bilder von Innenräumen, die sie ästhetisch bewerten sollten. Manche Räume waren eher rund, andere hatten mehr Ecken. Während des Tests wurde das Gehirn der Teilnehmer gescannt. Das Ergebnis war signifikant: Runde Zimmer fanden deutlich mehr Zustimmung, was sich auch in der Hirnaktivität zeigte. Denn beim Betrachten dieser Räume wurden diejenigen Regionen angeregt, die mit dem Belohnungssystem und angenehmen Gefühlen zusammenhängen – darunter der Orbitofrontal-Kortex, die Basalganglien und die vordere Insel.




