Die meisten Deutschen lieben ihre Muttersprache und sind stolz auf sie. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Forschern um Ludwig M. Eichinger vom Institut für Deutsche Sprache in Mannheim. Die Wissenschaftler hatten deutschlandweit über 2000 repräsentativ ausgewählte Bürger befragt. 87 Prozent gaben an, dass ihnen die deutsche Sprache gut bis sehr gut gefällt. 35 Prozent erklärten, dass ihnen auch die Pflege der Sprache am Herzen liegt – 1997/98 waren es nur 13 Prozent gewesen.
Bei der Studie wurden auch die Akzeptanz und die Verwendung von Dialekten untersucht. Ergebnis: Rund 60 Prozent der Deutschen sprechen einen Dialekt. Die meisten davon leben im Saarland (94 Prozent), in Bayern und Baden-Württemberg (jeweils 86 Prozent) und in Rheinland-Pfalz (75 Prozent). Auffällig ist, dass im Ostteil Berlins 83 Prozent der Einwohner Dialekt sprechen – gegenüber nur 63 Prozent im Westen der Stadt. Am beliebtesten ist allgemein der norddeutsche Dialekt, gefolgt von Bayrisch und Alemannisch. Sächsisch mögen dagegen die wenigsten. Ein Drittel der Befragten erklärte, keinen Dialekt unsympathisch zu finden, und nur neun Prozent lehnten jeglichen Dialekt ab.
Die Entwicklung ihrer Muttersprache betrachten 84 Prozent der Deutschen mit gemischten Gefühlen oder mit Sorge. Als Hauptgründe dafür werden zu viele Anglizismen, die neue Rechtschreibung und die Sprache der Jugend genannt.





