Rabatte, Rabatte, Rabatte: Black Friday bricht jährlich Rekorde
Bei den Online-Shops, wie könnte es anders auch sein, hat die Handelsplattform Amazon die Nase vorn. Konkrete Verkaufszahlen sind hier noch nicht bekannt, Analysten fanden aber heraus, dass der US-Online-Händler am Black Friday 6.237 Mal in unterschiedlichen Beiträgen erwähnt wurde. Untersucht wurden von der Agentur Vico Research & Consulting insgesamt 98.000 deutschsprachige Social-Web-Beiträge.
Dass diese Zahlen in den kommenden Jahren womöglich noch übertroffen werden, ist aktuell nicht auszuschließen. Denn ein Blick auf Google Trends zeigt beispielsweise, dass die Suchanfragen zum Thema Black Friday seit sechs Jahren konstant steigen, von 2017 auf 2018 gar um 40 Prozent.
Der Handelsverband Deutschland (HDE) schätzt, dass deutsche Konsumenten am diesjährigen Black Friday und dem drei Tage später folgenden Cyber Monday circa 2,3 Mrd. Euro ausgegeben haben, das sind 15 Prozent mehr als im letzten Jahr. Aber wie ist dieser Shopping-Wahnsinn zu erklären?

Das Prinzip Schnäppchen: So funktioniert die Einkaufspsychologie!
Vom Belohnungssystem hat wahrscheinlich jeder schon einmal gehört. Diese spezielle Hirnstruktur ist bei Aktivierung dafür verantwortlich, dass sich der Mensch im besonderen Maße wohlfühlt. Das ist das Positive. Dafür besteht aber auch die Gefahr, einige andere Dinge zu vergessen bzw. als nicht mehr so bedeutend zu empfinden, und dies hat meist eher negative Folgen.
Exakt dieses Phänomen manifestiert sich auf der Schnäppchenjagd. Bei anscheinend besonders hohen Rabatten und Preisnachlässen, wie es gerade am Black Friday der Fall ist, wird das Belohnungszentrum derart intensiv stimuliert, dass weitaus vernünftigere Gedanken wie „Das brauche ich nicht“ oder „Am meisten spare ich, wenn ich gar kein Geld ausgebe“ zwar noch vorhanden sind, aber für uns weniger von Bedeutung scheinen.
Dass diese eigentlich recht simple Beschreibung physiologischer und psychologischer Prozesse tatsächlich so einfach ist wie beschrieben, lässt sich sehr konkret am Kernspintomographen verfolgen. Deswegen ist es auch faktisch richtig zu behaupten, Schnäppchen funktionieren im Grunde wie Drogen.





