Zahnärzte raten bei Zahnlücken oder einem Überbiss nicht nur aus optischen Gründen zu einer Korrektur, sondern auch, weil solche Fehlstellungen langfristig das Kiefergelenk schädigen würden. Mögliche Folgen seien Schmerzen beim Kauen oder in den umgebenden Gesichtsmuskeln. Doch dieses Argument wurde jetzt durch die Auswertung einer der größten deutschen medizinischen Feldstudien – der Study of Health in Pomerania (SHIP) – widerlegt. Bei mehr als 3200 Personen hatten sich innerhalb von fünf Jahren keinerlei Hinweise darauf ergeben, dass Fehler im Gebiss solche Gelenkprobleme auslösen können. Im Gegenteil: Kleinere Zahnlücken – ohne Zahnverluste – waren sogar weniger oft mit Kieferproblemen verbunden als lückenlose Zahnreihen.




