Die bisher genauesten Radiowellen-Aufnahmen des Sternenhimmels sendet der japanische Satellit “Halca” zur Erde. Der künstliche Erdtrabant war im Februar in seine Umlaufbahn geschossen worden. Die Antenne an Bord kann mit beliebig vielen Radioteleskopen auf der Erde kombiniert werden. Durch diesen Trick entsteht ein “virtuelles Riesenteleskop”, das eine Auflösung besitzt, für die eine einzelne Radioschüssel einen Durchmesser von 30000 Kilometern haben müßte.
Als erstes Ziel nahm “Halca” den rund 6,5 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernten Quasar 1156+295 ins Visier. Die Aufnahmen zeigen einen Teilchenstrahl, der aus dem Zentrum des Quasars nach außen dringt. Er ist für irdische Teleskope – ohne Unterstützung aus dem All – nicht zu erkennen.




