Forscher aus Italien und Südkorea um Paolo Dario vom Sant’Anna Valdera- Zentrum in Pontedera haben einen Miniroboter entwickelt, der durch die Därme von Patienten krabbeln kann, um sie zu untersuchen. Bei einer herkömmlichen Endoskopie wird eine Kapsel mit einer Kamera verschluckt, die Bilder per Funk nach außen überträgt. Nach ihrer „Wanderung” durchs Gedärm wird die Kapsel wieder ausgeschieden. Der neue 2,5 Zentimeter lange und 1 Zentimeter dicke Roboter besitzt ebenfalls eine Kamera, kann aber nach dem Verschlucken gezielt in denjenigen Regionen eingesetzt werden, die für die Ärzte interessant sind. Dazu haben die Wissenschaftler Prototypen von Beinchen entworfen, mit denen sich die Kapsel fortbewegen kann, ohne die Schleimhaut des Darms zu verletzen. Außerdem soll das Gerät mit Werkzeugen für kleinere chirurgische Eingriffe ausgestattet werden. Allerdings ist noch unklar, wie der Roboter gesteuert werden soll. Sobald die Forscher dieses Problem gelöst haben, wollen sie das System an lebenden Tieren testen.




