Das Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in den chilenischen Anden setzt einen astronomischen Meilenstein. In der Nacht zum 4. September sah nun auch Yepun, das vierte der vier 8,2-Meter-Teleskope, sein erstes Licht. Sein Name ist das indianische Mapuche-Wort für „Venus”. Das Teleskop beobachtete mit einer Testkamera zunächst den 6000 bis 8000 Lichtjahre entfernten Planetarischen Nebel Hen 2-428 und dann verschiedene Galaxien. Nach 15 Jahren Konstruktionsarbeit auf dem 2640 Meter hohen Berg Paranal sind nun alle Großteleskope des VLT funktionsfähig. Nächstes Jahr wird damit begonnen, sie zusammenzuschalten. Mit einer Lichtsammelfläche von insgesamt über 210 Quadratmetern wird das VLT dann die Leistungsfähigkeit eines 16-Meter-Teleskops erreichen.
Rüdiger Vaas




