Warum haben Sie bei der Studie mitgemacht?
Mich hat interessiert, wie es bei so einem Experiment zugeht. Man hat ja häufiger Gelegenheit, als medizinischer Proband an Studien teilzunehmen, aber das ist einfach etwas anderes. Also habe ich mir eine Freundin geschnappt, und wir haben einen schönen Tag in Düsseldorf verbracht.
War es am Ende wirklich schön?
Es war sehr interessant, dauerte aber auch ganz schön lange. Es gab viele Wartezeiten, und zum Teil musste man für die Experimente lang anstehen oder kam gar nicht an die Reihe, weil so viele Leute da waren.
Wie fühlen Sie sich in so großen Menschenmassen?
Ich fühle mich an sich nicht unwohl. Ich mache mir höchstens Sorgen um mein Hab und Gut.
Können Sie das Interesse der Forscher an diesem Thema nachvollziehen?
Dass die Forscher bessere Sicherheitskonzepte suchen, ist auf alle Fälle wichtig. Ich werde bestimmt häufiger auf der Homepage des Forschungszentrums Jülich nachsehen, ob es Ergebnisse gibt. Ich hoffe nur, dass die Gruppe von Testpersonen wirklich die Masse widerspiegelt. Denn die meisten Teilnehmer waren Studenten – wegen der 50 Euro Aufwandsentschädigung.
Verhält man sich in so einem Experiment wie in einem „echten” Gedränge?
Die Probanden waren eher ruhiger unterwegs als im echten Gedränge. Experimente mit der Anweisung, sich besonders zu beeilen, oder wenn die Menschenmenge durch trichterförmige Verengungen geschleust wurde, erschienen mir schon realistisch. Doch Paniksituationen wären wohl nicht entstanden. ska





