Die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung formulierte im Brundtland-Bericht von 1987 das Konzept der Nachhaltigkeit: eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne zu riskieren, dass nachfolgende Generationen ihre Bedürfnisse nicht befriedigen können. Sie wurde das Leitprinzip des 21. Jahrhunderts und soll in der Agenda 21, die auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen 1992 beschlossen wurde, international umgesetzt werden.
1964 sagten der Physiker Peter Higgs und seine Forscherkollegen die Existenz eines neuen Elementarteilchens, des Higgs-Bosons, vorher. Es ist das Quant des Higgs-Felds, mit dem viele Elementarteilchen wechselwirken und dabei ihre träge Masse erhalten. Nach dem „Phantom-Teilchen” wurde jahrzehntelang gefahndet – seit 2012 gilt es als gefunden. Für ihre Theorie erhielten Peter Higgs und François Englert 2013 den Nobelpreis.
Am 30. November 1974 machte der Forscher Donald Johanson den Fund seines Lebens. In der Wüstenlandschaft Äthiopiens stieß er auf gut erhaltene Skelettstücke eines bisher unbekannten menschlichen Vorfahren. Die junge Hominine der Art Australopithecus afarensis hatte vor 3,2 Millionen Jahren gelebt und konnte bereits aufrecht gehen. Die Entdeckung wurde gefeiert: Den ganzen Abend dröhnte aus einem Kassettenrekorder der Beatles-Song „Lucy in the Sky with Diamonds”. So kam Lucy zu ihrem Namen.
1973 übertrugen die Amerikaner Herbert Boyer und Stanley Cohen erstmals Erbanlagen eines Lebewesens in ein anderes. Sie stellten das erste gentechnisch veränderte Escherichia coli-Bakterium her, das gegen zwei Antibiotika resistent war. Es war die Geburtsstunde der Gentechnik.
Die späteren Nobelpreisträger Paul C. Lauterbur und Sir Peter Mansfield entwickelten 1973 ein bildgebendes Verfahren, das ohne Röntgenstrahlung auskommt. Ein starkes Magnetfeld lenkt dabei die Spins der Wasserstoff-Atome im Körper aus. Aus deren Reaktion darauf, die je nach Gewebeart unterschiedlich ist, lassen sich Bilder berechnen, die vor allem Weichteilgewebe oder Organe wie das Gehirn genau abbilden. Tumore und Entzündungsherde können dadurch frühzeitig entdeckt werden.
Fast zeitgleich kamen 1977 drei Mikrocomputer für den privaten Gebrauch auf den Markt. Die Ära der Heimcomputer hatte begonnen. Zunächst wurde ihr Potential verkannt. „Es gibt keinen Grund, warum jemand einen Computer zu Hause haben sollte”, glaubte etwa Ken Olsen, Gründer der Computerfirma Digital Equipment. Heute kommen in Deutschland angeblich 600 Computer auf 1000 Einwohner.
Die WHO gab 1980 bekannt, dass das hochansteckende und lebensgefährliche Pockenvirus ausgerottet sei. Bis heute gelten die Pocken als die einzige Krankheit, die von Menschen durch konsequentes Impfen ausgelöscht werden konnte. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass irgendwo auf der Welt noch Virenstämme existieren, mit denen Bioterroristen einen Anschlag verüben könnten. Daher wird das Virus noch in zwei Labors gehalten, um im Notfall einen Impfstoff entwickeln zu können.




