Schon vor 40 Jahren sagten Theoretiker vorher, dass extrem massereiche Sterne als Paarinstabilitäts-Supernovae explodieren. Doch im heutigen Universum sollte es überhaupt keine geben, weil die schweren Sterne in den letzten Phasen ihrer Existenz einen starken Teilchenwind erzeugen und dadurch so viel Materie verlieren, dass sie am Ende nur noch einige Dutzend Sonnenmassen wiegen. Doch Ende 2009 entdeckte ein internationales Team um Avishay Gal-Yam vom Weizmann-Institut in Rehovot, Israel, eine „ nur” 1,5 Milliarden Lichtjahre ferne Supernova, die wesentlich heller war und viel mehr schwere Elemente ins All schleuderte als eine normale Supernova. So soll sie allein 22 Sonnenmassen an Silizium und zehn Sonnenmassen an Schwefel erzeugt haben. Gal-Yam vermutet deshalb, dass es sich bei diesem Himmelskörper mit der Bezeichnung SN 2007bi um die erste beobachtete Paarinstabilitäts-Supernova handelt. Zum Zeitpunkt der Explosion hatte sie Modellrechnungen zufolge etwa 100 Sonnenmassen, ursprünglich soll der Stern sogar doppelt so viel Masse besessen haben. Letztlich geklärt ist die Natur von SN 2007bi aber nicht. So ist es noch rätselhaft, warum die Astronomen in der Explosionswolke keinen Wasserstoff nachweisen konnten, der ebenfalls in großen Mengen vorhanden sein sollte.




