Bei einem Elektronenspeicherring (Synchrotron) werden Elektronen in einem Vakuum beschleunigt und von Magneten auf einer Ringbahn gehalten. Dabei geben die Elektronen je nach Geschwindigkeit und magnetischer Ablenkung elektromagnetische Strahlung ab, die über Strahlenkanäle aus dem Ring geführt werden. Forscher nutzen sie für unterschiedliche Experimente. Die Nachfolgerin von BESSY I in Berlin-Wilmersdorf, die 1,7 Gigaelektronenvolt-Anlage BESSY II in Berlin- Adlershof, wird derzeit zu einem „Variablen Speicherring” erweitert, zu BESSY-VSR. Damit werden Forschern sowohl lange als auch kurze Strahlenpulse für Experimente zur Verfügung stehen. Bisher ist BESSY II auf lange Pulse optimiert. Nur zwei- oder dreimal im Jahr wird die Anlage so konfiguriert, dass kurze Pulse möglich sind. Die braucht man beim „Femtoslicing”, um schnell ablaufende chemische oder physikalische Prozesse in Flüssigkeiten oder Festkörpern zu untersuchen.




