Mitte September trafen wir uns im stilvoll eingerichteten Besprechungszimmer des Düsseldorfer Pressebüros Brendel zur Jurysitzung. Wie jedes Jahr hatte das Team um Detlef Brendel die eingereichten Arbeiten zum „deutschen preis für wissenschaftsfotografie” gut strukturiert vorbereitet. Die Auswahl der Siegerfotos, die stets mehrere Stunden in Anspruch nimmt, wird dank dieser professionellen Präsentation nie zur Last. Dieses Jahr machte die Auswahl der Besten besonders viel Spaß. Klasse Bilder hatten die 136 Fotografen eingereicht. Als ich nach meinem Urlaub das Layout der Sieger-Strecke sah (Seiten 80 bis 90), erinnerte ich mich mit Freude an die Jurysitzung, bei der wir spontan einen weiteren Preis gestiftet hatten, weil uns die Qualität einer Schwarz-Weiß-Reportage so überzeugte. Erstmals hatte bdw-Bildredakteurin Ruth Rehbock die Jury bereichert. Ihre Berufung war überfällig. Sie und Susanne Söhling – gegenwärtig in Elternzeit – engagieren sich seit 2006 mit Verve, damit die Qualität der Einsendungen dem Niveau unserer Zeitschrift entspricht. Fotos, die es nicht ganz geschafft haben, gleichwohl eine besondere Aura besitzen, veröffentlichen wir immer wieder auf der Doppelseite „Bild der Wissenschaft”.
Diese Ausgabe verrät Ihnen auch die Gewinner eines zweiten von bild der wissenschaft initiierten Wettbewerbs. Die „Wissensbücher des Jahres”, von Textchefin Uta Altmann souverän organisiert, sind seit fast zwei Jahrzehnten Bestandteil unserer Dezember-Ausgabe. Im Herbst stehen die Verlage inzwischen Schlange mit der Frage: „Ist unsere Neuerscheinung unter den Siegern?” Welche Bücher es 2012 geschafft haben, erfahren Sie ab Seite 66.
bdw-Autoren werden ständig prämiert. Aktuell ist es Martina Keller, die im Oktober den Georg von Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus entgegennahm – unter anderem für ihren Artikel über die Frage, ob Hirntote wirklich tot sind, erschienen als Teil unserer Titelgeschichte in der April-Ausgabe dieses Jahres.
Preise erhalten auch immer wieder Entwicklungen, die wir in unserem Magazin vorstellen. Zum Beispiel die Konzentratorphotovoltaik von Andreas Bett und Hansjörg Lerchenmüller aus Freiburg: Die beiden Forscher vom Fraunhofer-Institut ISE und der Firma Soitec-Solar bekamen soeben vom Bundespräsidenten den „Deutschen Umweltpreis 2012″ für ihre Entwicklung. Möglicherweise hat die opulente Darstellung „1000 Sonnen für San Diego” von bdw- Redakteur Ralf Butscher (Heft 8/2012) bei der Auswahl mitgeholfen.




