Wie sich molekulare Poren eines Bakteriums öffnen und schließen, haben Andreas Engel und Daniel Müller von der Universität Basel erforscht. Mit Hilfe eines Atomkraftmikroskops, das Oberflächen sehr präzise abtasten kann, beobachteten sie die Bewegungen des Porenproteins Porin. Es besteht aus drei Einzelteilen und ist viele hunderttausendmal in die äußere Zellmembran des Darmbakteriums Escherichia coli eingebaut. Die Poren sorgen als Filter und Sieb für einen kontrollierten Stoffaustausch mit der Umgebung. Mit einem Durchmesser von fünf bis zehn millionstel Millimetern sind sie ungefähr 100000mal kleiner als ein Salzkorn.
Rüdiger Vaas




