Wie die Ladekapazität von Lithium- Ionen-Akkus verbessert werden kann, ist Ziel vieler Forschungsprojekte – insbesondere weil die Stromversorgung in Deutschland auf regenerative Energien umgestellt werden soll. Denn der durch Sonne oder Wind erzeugte Strom muss ja gespeichert werden – oft auch für längere Zeit. Wie lange diese Akkus Energie abgeben, hängt davon ab, wie viel Ladung ihr Minuspol – die Anode – aufnehmen kann.
Bisher werden die Anoden aus Grafit hergestellt. Doch Wissenschaftler suchen intensiv nach einem Ersatz für den elementaren Kohlenstoff, um die Leistungsfähigkeit des Minuspols von Akkus zu erhöhen. Forscher um Stefanie Dehnen von der Universität Marburg sind dabei jetzt einen entscheidenden Schritt weitergekommen.
Die Wissenschaftler synthetisierten zwei salzartige Lithiumverbindungen, die sich als Anodenmaterial eignen: Li4MnGe2S7 und Li4MnSn2Se7 . In aufwendigen Messverfahren stellte das Team fest, dass die Beladungskapazität dieser Lithiumsalze signifikant höher ist als die von Grafit und dass sie beim zyklischen Ent- und Beladungsprozess stabil sind. Stefanie Dehnen betont: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass beide Verbindungen das Zeug dazu haben, sich als Anodenmaterial in Lithium-Ionen-Akkus zu bewähren.”




