Plasmafernseher gelten als Stromfresser. Durch die ständigen Zündvorgänge in den zahlreichen Plasmazellen des Displays bringen sie es, je nach Bildschirmgröße, auf eine Leistungsaufnahme von etwa 300 bis 580 Watt. Das ist deutlich mehr als bei LCD-Geräten, deren Leistungsaufnahme laut Herstellerangaben rund 130 bis maximal 300 Watt beträgt. Allerdings: Während die Hintergrundbeleuchtung eines LCDs unabhängig vom Fernsehbild stets die gleiche Menge an Strom frisst, hängt der Stromverbrauch eines Plasmamonitors – ebenso wie der eines Röhrenfernsehers – davon ab, was auf dem Display dargestellt wird. Je heller das Bild, desto mehr elektrische Energie ist nötig, um es zu erzeugen. Daher entsprechen die Leistungsdaten in den technischen Angaben zu einem Plasmagerät dem maximalen Energieverbrauch – der tatsächliche Bedarf liegt in der Regel deutlich niedriger. Das belegt ein Vergleichstest der Fachzeitschrift video, bei dem der Stromverbrauch von Fernsehgeräten aller drei Technologien unter realen Nutzungsbedingungen mit verschiedenen Filmen gemessen wurde (video 9/2006). Das Resultat: Wie viel ein Fernseher im Durchschnitt an elektrischer Energie schluckt, hängt vor allem vom jeweiligen Modell ab. Dabei fressen manche LCD-Fernseher mehr Strom als vergleichbare Plasmageräte derselben Größe. Und selbst auf die einfache Grundregel „je größer das Display, desto größer der Stromverbrauch” kann man sich nicht verlassen: So schluckte ein LCD-Gerät mit 106-Zentimeter(42 Zoll)-Monitor von Philips im Testbetrieb mehr Energie als ein LCD-Fernseher von Toshiba mit 119-Zentimeter(47 Zoll)-Monitor.




