Pilze beeinflussen nicht nur ihre pflanzlichen Partner, sondern auch Struktur und Gesundheit des Bodens. In unvorstellbaren Mengen sondern sie einen Stoff ab, der die Erdpartikel wie ein Leim verklebt: das „Glomalin”. Etwa 30 Prozent des Kohlenstoffs im Boden sind in dieser Substanz gebunden. „Ohne Glomalin würde die Krume bei jedem Regen gnadenlos fortgespült”, sagt der Mykorrhiza-Experte Henning von Alten von der Universität Hannover. Glomalin ist eine wahre Erosionsbremse. Sein Gehalt hängt stark davon ab, wie der Boden bewirtschaftet wird: Er steigt, wenn man nicht pflügt und die Getreidehalme nach der Ernte stehen lässt, die Phosphat-Düngung reduziert und nur Nutzpflanzen anbaut, die mit Pilzen ein Mykorrhiza-Bündnis eingehen können.




