Fobos Grunt („Phobos’ Boden”) heißt die russische Sonde, die fast 12 Tonnen wiegt – drei Viertel davon sind allerdings Raketentreibstoff. Der Start ist für Herbst 2011 vorgesehen. Auf ihren vier Beinen soll sie Anfang 2013 weich auf Phobos landen. Bei der Suche nach einem geeigneten Zielgebiet hilft die Bordkamera der europäischen Sonde Mars Express. Insgesamt 50 Kilogramm wiegen die wissenschaftlichen Instrumente, die die Phobos-Oberfläche und die Mars-Umgebung untersuchen sollen. Dazu gehören mehrere Kameras und Spektrometer, außerdem ein Radargerät und ein Seismometer.
Neben der Landung geht es den Russen um Gesteinsproben: Etwa 200 Gramm sollen eingesammelt und mit einer Rückkehrstufe zur Erde chauffiert werden. Die Landung im Sommer 2014 soll eine winzige, elf Kilogramm leichte Kapsel bewerkstelligen. Laut René Pischel vom Moskauer Büro der ESA wird auch die europäische Weltraumbehörde beteiligt sein: Geplant ist, Fobos Grunt vom Start bis zur Rückkehr zu unterstützen. Das gesamte Netz der ESA-Bodenstationen wird dabei mitwirken. Zusammen werden sie bis zu vier Stunden täglich nach den Signalen der Sonde lauschen.




