Pflanzen, die selbstständig darüber informieren, wann sie Wasser brauchen – das macht jetzt eine Erfindung an der Universität Würzburg möglich. Forscher um Ulrich Zimmermann entwickelten dazu eine spezielle Magnetsonde. Sie besteht aus zwei bleistiftdicken zylinderförmigen Teilen, zwischen die das Blatt einer Pflanze geklemmt wird. Einer der Magnete ist mit einem druckempfindlichen Chip versehen.
Die Sonde registriert, wie viel Wasser sich in dem Blatt befindet. Die Daten werden über einen Transmitter, der etwa die Größe eines Handys besitzt, an eine Kontrolleinheit gefunkt. Diese speichert die Messwerte und übermittelt sie ans Internet. Auf diese Weise können sich Landwirte, Gärtner oder Winzer über ein Mobiltelefon oder einen Laptop jederzeit darüber informieren, ob die Bewässerung eingeschaltet werden muss. Der Vorgang lässt sich bei Bedarf auch automatisieren. Bei den bisherigen Bewässerungstechniken kommen nur Bodensensoren zum Einsatz, die die Feuchtigkeit der Erde messen. „Dies spiegelt aber nicht die tatsächlichen Verhältnisse in der Pflanze wider”, nennt Zimmermann den Vorteil der neuen Technik.
Die Lebensdauer der Magnetsonde beträgt etwa eine Vegetationsperiode. Laut Zimmermann genügen für den Einsatz im Feld oder Gewächshaus drei bis vier Geräte pro Hektar.




