Seine große Jugendliebe war sie nicht, die Mathematik: Als Peter Deuflhard, 1944 als Sohn eines Mediziners im oberbayrischen Dorfen geboren, noch zur Schule ging, konnte er sich „Mathematik als Beruf nicht vorstellen”. Also schrieb er sich nach dem Abitur an der TH München in Physik ein. Nach dem Diplom wechselte er dann doch zur Mathematik und wurde bereits im Alter von 34 Jahren Professor für Numerische Mathematik in Heidelberg. Doch etwas blieb von seinem alten Hang zur Physik: Deuflhard ging es stets darum, komplexe technische Prozesse mathematisch zu simulieren und zu verbessern. Heute ist Deuflhard einer der führenden Vertreter der angewandten Mathematik in Deutschland. Im Jahr 1984 gründete er das Zuse-Institut für Informationstechnik in Berlin, das er bis heute leitet, und er war 2002 einer der Gründer des mathematischen Forschungszentrums Matheon. Seine Neigung zu Computern ist allerdings rein beruflich – privat besitzt der Vater von vier Kindern keinen.




