Der Direktor des Princeton Center for Theoretical Science gilt als einer der Väter des Szenarios der Kosmischen Inflation: Anfang der 1980er-Jahre, als junger Assistenz-Professor an der University of Pennsylvania, beschrieb er gemeinsam mit Kollegen, wie sich das Universum innerhalb von Bruchteilen der ersten Sekunde nach dem Urknall extrem stark ausgedehnt haben muss. 2002 erhielt Paul Steinhardt (Jahrgang 1952) dafür die Dirac-Medaille.
Heute sucht Steinhardt nach alternativen Erklärungen für die Architektur des Kosmos. Er führte dazu das Konzept der Quintessenz ein, einer zeitlich veränderlichen Form der Dunklen Energie. Sie könnte erklären, wieso sich der Kosmos immer schneller ausdehnt. Außerdem hat Steinhardt mit mehreren Kollegen die Theorie des „Zyklischen Universums” entwickelt.
Die Forschung zu Quasikristallen hat für den vielseitigen Physiker den gleichen Stellenwert wie die Kosmologie. Für seine Pionierarbeit auf diesem Gebiet erhielt er 2010 den Oliver-Buckley-Preis der American Physical Society.




