hat Psychologie studiert. Doch als der heute 55-jährige Berliner 1980 sein Diplom in der Tasche hatte, verspürte er keine Lust, diesen Beruf auszuüben. Langrock zog es zunächst vor, zwei Jahre lang als Taxifahrer seine Brötchen zu verdienen. Das stellte ihn jedoch nicht lange zufrieden – und er versuchte, ein altes Hobby professionell zu betreiben: die Fotografie. Langrock begann, für kleine Berliner Tageszeitungen und Szeneblätter Bilder zu schießen. Zusammen mit Kollegen gründete er 1985 eine eigene Agentur. Deren große Stunde schlug am 9. November 1989, als die Mauer fiel und Magazine wie „Spiegel” und „Stern” die Fotografen beauftragten, das historische Ereignis festzuhalten. Nachdem Berlin Bundeshauptstadt geworden war, suchte Langrock nach neuen Betätigungsfeldern. Inzwischen widmet er sich vor allem den erneuerbaren Energien und arbeitet dabei häufig mit Greenpeace zusammen. Er fotografiert aber auch für „Spiegel” und „ Stern”.
STROM OHNE KOHLE UND ATOM
Made in Germany ist weltweit gefragt, wenn es um Anlagen für erneuerbare Energien geht. Sei es beim welthöchsten Solarturm PS20 des Unternehmens Abengoa Solar in Sevilla, der 160 Meter aufragt (Bild 1), oder beim solarthermischen Parabolrinnenkraftwerk im spanischen La Calahorra (Bilder 2 und 3), an dessen Bau die deutsche Solar Millennium AG beteiligt ist. Auch bei der Windkraft wird gern auf deutsches Know-how vertraut. Siemens und die Hochtief Construction AG errichteten einen Offshore Windkraftpark bei Malmö in Schweden (4), und in Texas konstruieren Siemens-Techniker einen Windpark bei Big Spring (5). Paul Langrock ist besonders stolz auf seine Fotos in La Calahorra: „Als wir dort ankamen, war die Anlage stark bewacht und wir konnten nicht hinein. Da das Licht aber zu der Zeit perfekt war, habe ich mich an den Zaun geschlichen, mein Teleobjektiv auf volle Kanne gestellt und drauflos geknipst. Ein Fotograf muss eben allzeit bereit sein.”





