Selbst bei lautem Stimmengewirr hören wir, wenn jemand unseren Namen nennt. Einen solchen “Party-Effekt” hat Thierry Aubin von der Universität Paris in Orsay nun auch bei Königspinguinen nachgewiesen.
Die antarktischen Vögel brüten in Kolonien von bis zu 300000 Paaren. Da sie keine Nester haben, müssen sie ihren ausgeschlüpften Nachwuchs von Tausenden anderer Küken unterscheiden. Das Durcheinander der Kontaktrufe kann eine Lautstärke von 70 Dezibel erreichen. Durch Experimente mit aufgenommenen und wieder abgespielten Tönen fand Aubin heraus, daß ein Pinguinküken die Rufe seiner Eltern selbst dann wahrnimmt, wenn die Geräuschkulisse noch sechs Dezibel lauter ist. Wie sein Gehirn diese Leistung fertigbringt, ist noch unklar.
Rüdiger Vaas





