In kritischen Situationen verüben manche Hefezellen Selbstmord, damit andere überleben können. Das haben die Tübinger Wissenschaftler Frank Madeo und Kai-Uwe Fröhlich beobachtet. Die Zellen geben ihre Inhalte teilweise nach außen ab und erhöhen so die Überlebenschancen anderer Zellen. Den programmierten Zelltod lösen freie Sauerstoff-Radikale aus, die bei Nahrungsmangel gebildet werden. Diese können auch beim Menschen das zelluläre Selbstmord-Programm einschalten, was bei Krankheiten wie Aids, Krebs, Parkinson und Alzheimer eine Rolle spielt.
Rüdiger Vaas




