Aus Angst vor Verletzungen fangen viele Menschen im mittleren Alter keinen Sport mehr an. Doch dafür besteht kein Grund, wie eine deutschlandweite Befragung von mehr als 7000 Männern und Frauen jetzt ergeben hat.
Forscher der Orthopädischen Klinik der Universität Heidelberg fanden heraus, dass sich pro Jahr nur 3 Prozent aller Deutschen bei sportlichen Aktivitäten so schwer verletzen, dass sie zum Arzt müssen. Mit 60 Prozent sind Verstauchungen, Bänderzerrungen und -risse dabei mit Abstand die häufigsten Diagnosen, Knochenbrüche schlagen mit 18 Prozent zu Buche. Besonders gefährdet sind junge Männer: Jeder Sechste handelt sich einmal im Jahr beim Sport eine Verletzung ein. Das liegt, so die Heidelberger Mediziner, vor allem an den von dieser Gruppe bevorzugten aggressiven Ball- und Kampfsportarten.
Bei Männern über 50 Jahren und Frauen aller Altersklassen ist das Risiko für Sportverletzungen laut der Umfrage dagegen weit geringer. Auch Menschen, die nur selten Sport treiben oder erst im höheren Alter damit anfangen, sind nicht überdurchschnittlich gefährdet. Die Experten schließen daraus: „Die Angst, dass man sich als Untrainierter eher verletzen kann, ist nach unserer Studie nicht begründet.”





