Nur 1 Chromosomen-Satz – und zwar einen ihrer Mut- ter – besitzen die Drohnen, da ihre Eier nicht mit Sperma befruchtet wurden. Das Geschlecht der Bienen wird nicht wie bei Menschen mit Geschlechts-Chromosomen festgelegt, sondern über die Zahl der Chromosomen.
2 Chromosomensätze – wie Menschen auch – tragen die Arbeiterinnen und Königinnen in sich. Ihre Eier wurden befruchtet und besitzen die Erbinformation ihrer Königin und die einer Drohne.
Nach 3 Tagen Bebrütung schlüpft die Larve aus dem Ei.
Mindestens 4 bis 7 Kilometer vom Stock entfernt ist der Drohnensammelplatz, wo sich Drohnen und Jungköniginnen zur Paarung treffen. Durch die große Entfernung wird erreicht, dass sich Geschlechtspartner verschiedener Völker treffen können und es keine Inzucht gibt.
9 Staaten bildende Honigbienenarten gibt es auf der Welt – in Europa nur eine: Apis mellifera, die Honigbiene.
Mit bis zu 20 Drohnen paart sich eine Bienenkönigin und sammelt dabei einen Spermavorrat für ihr ganzes Leben und für mehrere Hunderttausend weibliche Nachkommen.
Nur etwa 30 Prozent ihrer Zeit verbringt eine Sammlerin mit der Nektarsuche. Das entspricht etwa vier Ausflügen pro Tag. Den größten Teil des Tages sind die Tiere im Stock.
Ungefähr 50 Milligramm Nektar bringt eine Sammlerin pro Flug in den Stock zurück. Das entspricht einer enormen Tragfähigkeit, denn das Tier wiegt selbst nur etwa 80 Milligramm.
1500 Eier pro Tag legt eine Bienenkönigin, die „Weisel”.
40 000 bis 60000 Bienen leben während des Sommers in einem mittelgroßen Bienenstock. Im Herbst und Winter sinkt die Bewohnerzahl auf 4000 bis 15 000.
300 000 Flugkilometer müssen die Sammlerinnen für ein Kilogramm Honig fliegen.
100 Millionen Nervenzellen hat eine Biene in ihrem Nervenzentrum, ein Mensch besitzt etwa 100 Milliarden in seinem Gehirn. Damit ist das Verhältnis von Gehirngröße zu Körpermasse bei beiden Lebewesen etwa gleich groß, und in einem sehr großen Bienenstock kooperieren fast so viele
Nervenzellen wie in einem menschlichen Gehirn. Da sich die Tiere oft wie Zellen in einem Organismus verhalten und sich bei Bedarf sogar opfern, betrachten viele Forscher Bienenvölker auch als „Superorganismen”.
300 Millionen Basenpaare hat das Genom der Biene. Es wurde erst 2004 vollständig entschlüsselt. Zum Vergleich: Ein menschliches Genom hat etwa 3 Milliarden Basenpaare.




