Dass das Telefonieren während des Autofahrens die Unfallgefahr erhöht, ist hinreichend bekannt. Doch auch umgekehrt wird ein Schuh daraus, wie US-Forscher der University of Illinois in Urbana-Champaign festgestellt haben. Die Psychologen um Gary S. Dell sagen: Autofahren wirkt sich sehr störend auf das Verständnis von Telefongesprächen aus.
Für ihre Untersuchung hatten die Wissenschaftler zunächst 69 Paare gebildet. Diese sollten über eine Freisprechanlage miteinander telefonieren, wobei eine Versuchsperson in einem getrennten Raum an einem Fahrsimulator saß. Dort sollte sie sich vier kurze Geschichten des Partners anhören und sie anschließend nacherzählen. Das Ergebnis: Wenn die Probanden den Wagen am Simulator gelenkt hatten, konnten sie sich um ein Fünftel schlechter an die Geschichten erinnern, als wenn sie ihn „ abgestellt” hatten. Dazu kam: Je schwieriger der Fahrsimulator die Verkehrssituationen gestaltete, desto geringer war das Verständnis des Gehörten beim Autofahren.
Für Gary S. Dell hat die Studie eine klare Aussage: „Die moderne Technologie ermöglicht es uns, viel miteinander zu sprechen, auch wenn man dabei andere Dinge erledigt. Diese Möglichkeit hat jedoch auch ihren Preis – denn wir verstehen uns immer weniger.”





