Computer
Immer häufiger werden Computerprogramme verkauft, die fehlerhaft sind. Sie verweigern bei bestimmten Funktionen ihren Dienst, stürzen ab oder lassen sich im schlimmsten Fall auf manchen Rechnern erst gar nicht installieren. Besonders bei Spiele-Software, einem boomenden Industriezweig, finden sich diese so genannten Bugs. Deshalb müssen die Hersteller oft kurz nach der Veröffentlichung ein kleines Programm – einen Patch – nachreichen, der die Probleme behebt. Hintergrund ist der zunehmende Wettbewerbsdruck, der die Unternehmen zwingt, ihre Programme immer früher und ohne ausreichende Prüfung auf den Markt zu bringen.
Forscher der Universität des Saarlandes in Saarbrücken um Andreas Zeller wollen Programmierern jetzt die Arbeit erleichtern. Sie haben den kostenlosen und vollautomatischen Dienst „Igor” entwickelt, der im Internet Computerprogramme auf Fehler untersucht. Unter www.st.cs.uni-sb.de/askigor kann die Software hochgeladen werden, wo Igor sie dann mit unzähligen Testläufen systematisch überprüft. Die Ergebnisse werden anschließend per E-Mail übermittelt. Anwender haben Igor in ersten Rückmeldungen bereits als hilfreich für ihre Arbeit bezeichnet. Noch kann das Programm allerdings nur Software untersuchen, die unter dem Betriebssystem Linux läuft, eine entsprechende Windows-Version soll jedoch bald folgen.
Hans Groth





