von SIGRID MÄRZ
Kaum etwas lässt einen besser erahnen, wie es im Kopf einer Person mit ADHS aussieht, als ein Abend mit Torsten Sträter. Auf der Bühne plaudert der Ruhrpott-Comedian in der ihm eigenen Melodie, unterbricht sich selbst, nur um von der einen zur nächsten Anekdote zu eilen. Die „Kunst des Abschweifens“ nennen Beobachter seinen Bühnenstil; überschäumende und scheinbar kaum zu kontrollierende Kreativität, die sich in stakkatoartigen Monologen Bahn bricht. Torsten Sträter ist ein wandelndes Sprachchaos mit Rauschebart. Dieses Konzept hat er nicht nur zu seinem Markenkern gemacht. Er spricht auch darüber, wie die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sein Leben formt.





