Der 4. Juni 1996 war ein schlechter Tag für die europäische Raumfahrt: Beim Fehlstart der neuen Trägerrakete Ariane 5 gingen die vier Satelliten der Cluster-Mission verloren. Die Sonden sollten mit bislang unerreichter Präzision die Wechselwirkungen zwischen Sonnenstrahlung und irdischem Magnetfeld messen und erforschen. Vor kurzem beschloß die europäische Raumfahrtbehörde (ESA), die Cluster-Mission erneut zu starten. Vorgesehener Termin: Mitte 2000, Kosten: 300 Millionen US-Dollar.
Cluster 2 wird aus dem Satelliten Phönix bestehen, den die Techniker aus der Ersatzausstattung der ersten Mission zusammensetzen. Dazu kommen drei identische neue Satelliten, die ein europäisches Industriekonsortium unter Leitung der deutschen DASA bauen soll. Als Träger ist die russische Rakete Sojus vorgesehen.
Mit zwei Flügen kurz hintereinander sollen die vier Satelliten paarweise ins All gebracht werden. Durch eigene Triebwerke gelangen die Sonden dann in eine stark elliptische polare Erdumlaufbahn.




