So wird ein Reiz dauerhaft im Gedächtnis gespeichert (linke Seite der Grafik): Der Kern der gereizten sensorischen Zelle bildet eine Gen-Abschrift, genannt Boten-RNA oder englisch Messenger-RNA (mRNA). Sie dringt bis zu den Endigungen der Nervenzelle vor (1). Wirkt dort der Überträgerstoff Serotonin auf die Zelle ein – im Experiment durch fünf Injektionen, im lebenden Tier durch eine modulierende Nervenzelle ausgeschüttet –, wandelt sich der Eiweißstoff CPEB aus seiner Ruheform (rezessiv) in seine aktive Form (dominant) um (2). Diese wirkt wie ein Prion, das heißt: Sie wandelt selbst weitere rezessive Moleküle in dominante um (3). Dominantes CPEB aktiviert die mRNA (4): Nun werden Proteine gebildet, die eine neue Nervenverbindung (Synapse) zum Sprießen bringen. Rechte Seite der Grafik: Kein Serotonin wirkt ein. Die mRNA bleibt passiv, es entsteht keine neue Synapse.




