1982 gelang es erstmals, große Mengen Humaninsulin durch das genetechnisch veränderte Darmbakterium Escherichia coli herzustellen. Es ist das erste gentechnisch hergestellte Medikament, das auf den Markt kommt. Zuvor mussten sich Diabetiker Insulin spritzen, das aus den Bauchspeicheldrüsen geschlachteter Schweine oder Rinder gewonnen wurde.
1986 meldete der Amerikaner Charles Hull den ersten 3D-Drucker zum Patent an. Solche Geräte bauen aus Werkstoffen dreidimensionale Objekte auf. Im Gegensatz zu klassischen Herstellungsverfahren wird beim 3D-Druck kein Material weggenommen, um das gewünschte Teil zu konstruieren, sondern es werden Materialpartikel Stück für Stück aneinander und aufeinander gefügt.
Lithium-Ionen-Akkus zeichnen sich durch ihre hohe Energiedichte aus, sie sind thermisch stabil und kennen keinen Memory-Effekt. Der Berliner Peter Busch meldete seine Erfindung 1989 zum Patent an – zunächst ohne das Interesse der deutschen Industrie zu wecken. Heute versorgen die leichten Lithium-Ionen-Akkus tragbare Geräte mit einem hohen Energiebedarf wie Mobiltelefone, Digitalkameras, und Notebooks mit elektrischem Strom, ebenso Pedelecs und Elektroautos.
Der Gebrauch von Werkzeugen galt lange als Alleinstellungsmerkmal des Menschen. Bis die englische Forscherin Jane Goodall diese Annahme umkrempelte: Sie beobachtete, wie Schimpansen in Tansania mit einem Stöckchen Termiten aus Erdlöchern fischten. Inzwischen ist der Werkzeuggebrauch auch bei Elefanten, Delfinen, Ottern, Krähen und verschiedenen Papageienarten nachgewiesen.
Eigentlich wollte der britische Genetiker Alec Jeffreys 1984 die Blutproben verschiedener Familienmitglieder auf hypervariable DNA-Segmente untersuchen. Dabei entdeckte er per Zufall, dass sich die DNA-Profile verschiedener Individuen voneinander unterscheiden. Anhand kleinster Gewebepartikel kann seither ein individueller genetischer Fingerabdruck erstellt werden, mit dem sich etwa die Vaterschaft überprüfen oder Verbrecher überführen lassen.
1986 wurde eine neue Klasse von Materialien entdeckt: die Hochtemperatursupraleiter. Sie leiten Strom verlustlos, wenn man sie unter eine bestimmte Temperatur abkühlt – und das im Gegensatz zu den bislang bekannten Supraleitern bereits bei vergleichsweise „hohen” Temperaturen wie dem Siedepunkt flüssigen Stickstoffs (minus 195 °C). Für ihre Entdeckung erhielten der deutsche Forscher Georg Bednorz und sein Schweizer Kollege Karl Alexander Müller bereits ein Jahr später den Nobelpreis – so schnell wie kaum ein anderer zuvor.
Das erste geklonte Säugetier kam 1996 auf die Welt. Für die „Zeugung” setzten die Forscher um Keith Campbell und Ian Wilmut ausdifferenzierte Zellen aus dem Euter eines Schafs in 277 Eizellen ein, aus denen sie den Zellkern entnommen hatten. Es entwickelten sich 29 Embryonen, von denen einer überlebte. Genau genommen hat Klonschaf Dolly drei Mütter, aber keinen Vater: die genetische Mutter, von der die Körperzelle aus dem Euter stammt, die Spenderin der Eizelle und die Leihmutter, die Dolly geboren hat.




