„Fernsehen tut Kindern richtig gut!” Das ist der Titel eines Fernsehratgebers der Universität Ulm. Dazu befragten wir den Sozialwissenschaftler Herbert Hertramph, der an der Universität Ulm Medienpädagogik unterrichtet und mit seinen Studenten den Fernsehratgeber und auch den Online-Medienratgeber „Medienmami” (www.medienmami. uni-ulm.de) entwickelt hat.
Tut Fernsehen Kindern wirklich gut?
Die Medienforschung sieht den Fernsehkonsum differenziert. Es gibt viele gute Filme und Dokumentationen. Im Programm herumzuzappen ist allerdings nicht der richtige Weg. Eltern sollten sich schon genau überlegen, was ihre Kinder anschauen dürfen. Und weil die besten Sendungen oft dann laufen, wenn man keine Zeit fürs Fernsehen hat, empfehle ich den intensiven Gebrauch des Videorekorders.
Empfehlen Sie ausschließlich pädagogisch wertvolle Sendungen wie die Sendung mit der Maus?
Nein. Auch Märchenfilme aus der ehemaligen DDR und Tschechoslowakei sind pädagogisch wertvoll. Und es gibt viele andere gute Spielfilme, die eine Familie gemeinsam anschauen kann. Um den Eltern bei der Auswahl zu helfen, haben wir den Fernsehratgeber entwickelt, den man bei Medienmami herunterladen kann.
Was bietet ihr Web-Portal Medienmami sonst noch?
Besprechungen von Kinder- und Jugendbüchern, von Lernsoftware, TV-Sendungen, Filmen, medienbezogenen Web-Angeboten und viele Hintergrundinformationen – beispielsweise warum man den neuen Harry-Potter-Film erst ab 12 Jahren anschauen darf. Wir beantworten aber auch direkte Fragen von Lesern und geben unter herbert.hertramph@sem-paedagogik.uni-ulm.de auch Hilfestellungen per E-Mail.





