Wie muß man sich den Beruf des Solateurs vorstellen?
Die Ausbildung gibt es seit 1997 an der Handwerkskammer Münster. Abitur ist keine Voraussetzung. Die Aufgaben des Solateurs umfassen weite Bereiche rund ums Thema Energiesparen, von der Beratung privater Haushalte bis zur Installation ganzer Photovoltaik-Anlagen an modernen Niedrigenergie-Häusern. Nur wenigen sind die Fördermöglichkeiten bekannt, die sie in Anspruch nehmen können, wenn sie nach dem neuesten Niedrigenergie-Standard planen und bauen.
Welche Tips geben Sie Ihren Besuchern?
In erster Linie vermitteln wir aktuelles Energiespar-Know-how. Das geht über klassische und neue Energieeffizienz-Technologien von der solarbetriebenen Brennstoffzelle bis zur Biogasanlage. Außerdem zeigen wir, wie Wind-, Wasser- und Sonnenenergie optimal genutzt werden können.
Wie sehen Sie die Zukunft Ihres neuen Berufsfeldes?
Die Ökosteuer und die hohen Ölpreise machen unsere Beratung immer beliebter. Die Energieagentur NRW hat außerdem den einzigen Solaratlas – zunächst nur für Nordrhein-Westfalen – herausgegeben. Er zeigt, wieviel Sonnenenergie im Jahresmittel an welchem Ort zu gewinnen ist, und was man damit anfangen kann. Sicher ist: Die Zukunft gehört der Nutzung der erneuerbaren Energien – und damit dem Solateur.
Günter Neunert




